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Tom goes English

Tom goes English

Toms Abenteuer um verletzte Schildkröten und schmuggelnde Piraten gibt es jetzt auch auf Englisch. Egal ob ihr lieber ein E-Book lest oder ein Taschenbuch vorzieht: Folgt dem Link und ihr kommt zu allen Bestellinfos: Tom and the Tortoise Smugglers. Adventures along the Turkish Coast . Die Bootsoma freut sich, dass Toms Abenteuer nun international werden. Auf ihrer Website geht es weiter in deutscher Sprache um Piratenabenteuer und Geschichten rund ums Meer zum Lesen und zum Hören. Aber das Alter Ego der Bootsoma gibt jetzt von Zeit zu Zeit Updates zu ihren Büchern und anderen kreativen Projekten auf Substack. Zum kostenlosen Abo bitte hier entlang: https://inesbalcik.substack.com/ Noch mehr als die Bootsoma freuen sich die drei Bordgeister Ela, Snoopy und Wolke über die englische Übersetzung. Sie diskutieren schon eine ganze Weile darüber, dass endlich auch eine türkische Ausgabe folgen könnte ... Wer weiß, was noch passiert an Bord und an den Küsten ... Noch winkt die Bootsoma ab, denn zu viele Buchprojekte stapeln sich derzeit in ihrem mobilen Büro. Eins nach dem anderen wird sie abarbeiten. Wenn nichts dazwischenkommt, ein neues Abenteuer zum Beispiel.

Seekarten

Seekarten

Die drei Bordgeister staunen die vergilbte Seekarte an. »Das ist aber nicht das Mittelmeer«, sagt Bordhund Snoopy. »Woher willst du das wissen?«, fragt Schäfchen Wolke. »Ich glaube, das sind spanische Wörter«, meint Wassernixe Ela. »Spanien liegt doch am Mittelmeer«, sagt Wolke. »Stimmt schon, Wolke«, mischt sich die Bootsoma ein. »Heute habt ihr ausnahmsweise alle recht!«, sagt sie und guckt alle drei ganz lieb an. »Was Ela sagt, stimmt auch: Es sind spanische Wörter.« Wolke und Ela heben triumphierend ihre Hände zum High Five. Bevor Snoopy etwas einwenden kann, sagt die Bootsoma schnell: »Trotzdem ist richtig, was Snoopy sagt.« Diese Seekarte zeigt nämlich kein Meer in Europa, sondern einen Ausschnitt einer Seekarte von Südamerika. Bei diesen spanischen Wörtern geht es um Argentinien. Nun stecken alle drei Bordgeister die Köpfe zusammen und versuchen, die Zahlen zu lesen. Aber die Bootsoma hat eine Überraschung für die drei. »Sehr euch mal diese Postkarte an«, schlägt sie vor. »Cool, diese Karte gefällt mir viel besser«, sagt Wolke. »Mir auch, mir auch!«, rufen Ela und Snoopy fast gleichzeitig. »Die Postkarte macht Werbung für ein Buch, und zwar für einen wunderschönen Atlas für Kinder«, sagt die Bootsoma. »Ich denke, wir müssen das Buch Mein großer Seekarten-Atlas. Entdecke die Welt der Meere und Ozeane bestellen. Wie sonst sollen wir unseren Weg übers Meer finden?« »Jaaaa«, rufen alle drei ganz einmütig und die Bootsoma denkt für sich, was für ein schöner Verlagsname (und was für ein schönes Verlagslogo!) hinter dem Buch steckt: Magellan, benannt also vermutlich nach dem Seefahrer und Entdecker aus dem 16. Jahrhundert. Sie zückt ihr Notizbuch und schreibt den Atlas auf die Wunschliste der Bordbücher. Gleich unter das Buch Mein Atlas der großen Entdeckerinnen. Bücher kann man nie genug haben, denkt sie vergnügt, und Atlanten brauchen wir an Bord sowieso.

Windsbräute im Buch

Windsbräute im Buch

Literarische Stürme haben es der Bootsoma angetan. Wo Stürme wehen, ist die Windsbraut nicht weit (hier entlang zum Blogbeitrag mit Windsbraut-Bild: Literarische Stürme ). Und weil die Bootsoma eine Bücher-Bootsoma ist, hat sie sich riesig gefreut, neulich auf der Leipziger Buchmesse ein wunderschönes Windsbraut-Buch in Händen halten zu dürfen. Das Buch passte leider nicht in die Messetasche, aber die Postkarte durfte sofort mitreisen. Wie es dazu kam, dass Fotografin und Seglerin Verena Brüning mit einer Frauencrew den Atlantik überquerte und einen wunderschönen Bildband zu der Schiffspassage veröffentlichte, erfahrt ihr im Floatmagazin: Einmal Windsbraut sein . Um eine andere Art von Windsbraut geht es in einem Buch aus der Edition Nautilus. Die Windsbraut von Leonora Carrington erschien bereits 2009, entging aber bisher der Bootsoma'schen Aufmerksamkeit. Das darf sich ändern, sie freut sich darauf, die surrealistischen Geschichten der ungewöhnlichen britisch-mexikanischen Autorin Leonora Carrington zu lesen, der Titel wandert auf die Lesewunschliste. Die Bootsoma hat endlich verstanden: Es lohnt sich, Augen und Ohren offenhalten. Es gibt sie wirklich, die literarischen Stürme von Autorinnen und die lesens- und sehenswerten Windsbräute ungewöhnlicher Frauen.

Tagebuch aus der Bucht, Update

Tagebuch aus der Bucht, Update

Mehr als drei Jahre – das ist eine kleine Ewigkeit, wenn es darum geht, wie sich die Arbeitswelt seit dem Erscheinen von » Gestrandet « im Coronajahr 2020 verändert hat. Als ich kürzlich einige Forschungsfragen einer Studierenden zur Arbeitswelt digitaler Nomaden beantwortet habe, wurde mir erst bewusst, was sich in etwas mehr als drei Jahren an meinem Abc des mobilen Arbeitens getan hat. Scannen per App Nicht alles ist neu, manche Programme bleiben bewährte Begleiter. Adobe Scan beispielsweise brauche ich nur gelegentlich, bleibt aber nützlich, um unterwegs schnell mal ein PDF aus einer Papiervorlage zu zaubern. Völlig papierlos ist mein mobiles Büro nämlich immer noch nicht. Das bringt mich auch gleich zur größten Änderung bzw. zum Dauerproblem* Briefpost . Scannen per Dienst 2023 habe ich mich nach vier Jahren vom Scandienst Caya verabschiedet. Unsere Interessen drifteten immer weiter auseinander: Die Preise stiegen deutlich, gleichzeitig wurde der für mich weniger wichtige Bereich Dokumentenmanagement ausgebaut. Ein wenig Recherche zeigt, dass es inzwischen zahlreiche Scandienste gibt. Das ist erfreulich, macht die Auswahl aber nicht unbedingt leichter. Die Suche nach einem Anbieter mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis brachte mich vorläufig zurück zu den Wurzeln: zur Deutschen Post. Ihren Postscan gibt es schon seit Jahren, im Sommer 2023 wurde der Preis gesenkt. Aktuell liegt er bei monatlich14,99 Euro und damit auf einem Niveau, das sich im Vergleich mit anderen Scandiensten durchaus sehen lassen kann, zumal die sonst nötigen Nachsendeaufträge entfallen – Zusatzkosten, die bei Postscan entfallen. Was ich bei Caya vermisst habe, nämlich das Pausieren des Dienstes für einige Monate, ist bei Postscan ohne Weiteres möglich. Ein großes Plus für meinen Bedarf, trotzdem hat die Sache einen Haken: Auch nach Beendigung des Scanauftrags dauert es lange, bis der physische Brief im Briefkasten ist. Vermutlich gibt es Optimierungsspielraum für interne Prozesse bei der Post, wie überhaupt das ganze Prozedere für meinen Geschmack reichlich bürokratisch daherkommt. Briefe empfangen Ein paar Monate lang habe ich Postscan inzwischen getestet und war im Großen und Ganzen zufrieden. Abstriche beim Abrufen der Scans nehme ich in Kauf: Benutzerfreundlicher könnte ein bisschen anders gehen (weniger Bürokratie!) und eine App (mehr Digitales!) gibt es nicht. Briefe verschicken Neben dem Empfang der Briefpost bleibt auch das Versenden von Briefen im Jahr 2024 ein Thema für digitale Nomaden. Pixelletter begleitet mich deshalb weiterhin, auch wenn ich diesen Versanddienst nur noch selten nutze. Für mich ein gutes Zeichen: Der offizielle Schriftverkehr hat sich ein Stück weiter digitalisiert, viele größere Unternehmen akzeptieren PDF-Rechnungen, die per E-Mail verschickt werden. Verpackung fürs mobile Büro Ach ja, meine schöne Bürotasche von 2020 gibt es noch und sie gefällt mir genauso wie damals, aber mein mobiles Büro hat eine neue Heimat gefunden. Ich schleppe mehr Bürokram mit mir herum, deshalb ist das mobile Büro umgezogen in ein Bordcase mit schicker Farbe und stabiler Schale. Sehr sinnvoll auf einem Segelschiff, in dem bei Wellengang alles durcheinandergewirbelt wird. *Ältere Blogbeiträge zum Empfang von Briefpost im Nomadenbüro: Wenn die Postfrau keinmal klingelt Alte Briefe, neue Zustellung Wo ist der Briefkasten fürs Boot?

Kapitänin Isa und die Piraten

Kapitänin Isa und die Piraten

Bis Weihnachten sind es noch ein paar Tage, aber der größte Wunsch auf dem Wunschzettel der Bootsoma hat sich schon erfüllt: ein Buch für Kinder, leicht zu lesen und schön anzusehen, ein Bilderbuch. Dieses Buch: Das ist doch kein Beruf für einen Wolf von Annette Feldmann (Text) und Mareike Engelke (Illustration), erschienen 2020 bei Tulipan, für Kinder ab 4 Jahren. Die Bootsoma weiß nicht, warum sie drei Jahre gebraucht hat, um das Buch zu finden. Umso glücklicher ist sie jetzt. Das Buch vereint alles, was ihr am Herzen liegt: Frauenpower, Schiffe und Meer. Und das alles kindgerecht in einem wunderschönen Buch aufbereitet. Wie kommt ein Wolf aufs Meer? Gar nicht, wenn es nach den Eltern Wolf geht. Dass ein Wolf oder, besser noch, eine Wölfin perfekt als Kapitänin geeignet ist und alle Meere dieser Welt ihr offenstehen, das beweist Wölfin Isa. Ihr Name Isa Grimm deutet an, weshalb sich das Buch auch von Erwachsenen so gut lesen lässt: Wortwitz und sprachlicher Hintersinn vereinen sich mit den schönen Illustrationen zu vergnüglichem Lesegenuss. Ganz offensichtlich versteht die Autorin etwas vom Segeln und nennt beim Namen, was zur Schifffahrt gehört. Himmel mit Wolken Und doch hat die Bootsoma etwas auszusetzen an diesem schönen Buch. So erfrischend es ist, über ein Mädchen zu lesen, das Kapitänin werden möchte, so ernüchternd findet sie es, dass auch dieses Buch nicht ohne Piraten auskommt. Sind Geschichten, die auf dem Meer spielen, wirklich nicht ohne Piraten denkbar, gibt es nur mit bösen Gestalten Spannung auf einem Boot? Nein, ruft alles in der Bootsoma. Wer wirklich öfter mal als Kapitänin mit einem Segelboot unterwegs war, weiß, dass die Herausforderung und damit die Spannung ganz woanders liegt: in den Naturgewalten. Hat Isa schon gebangt, wie das Wetter werden wird, wie gewaltig der Wind dem Buh entgegenbläst, wie hoch sich die Wellen auftürmen, wie die Gischt im Sturm stiebt? Hat sie das richtige Wetterfenster abgepasst, um Schiff und Besatzung allen Widerständen zum Trotz sicher zum Ziel zu steuern? Das ist die Geschichte, die die Bootsoma gerne lesen würde. Piratengeschichten und Meeresabenteuer Deshalb freut sich die Bootsoma auf das nächste Weihnachtsfest, denn dann darf sie wieder einen Wunschzettel schreiben. Und hoffen, dass ihr Lesewunsch erfüllt wird. Geschichten, die sich ums Meer ranken, gibt es, ähhhm, wie Sand am Meer. Käptn Sansibo zum Beispiel könnte sie interessieren. Noch bleibt viel Zeit bis zum nächsten Jahresende und das bedeutet: Viele spannende neue Bücher mit Schiffen, Meer, Segelbooten und Kapitäninnen werden erscheinen.

Das bisschen Schreiben

Das bisschen Schreiben

... macht sich von allein, trällern die Bordgeister in Anlehnung an Johanna Koczian (woher sie diesen Song von anno dunnemals wohl kennen?). Die etwas träge Melodie ist genau das Richtige für die Bootsoma. „Das bisschen Schreiben ist doch nicht so schwer“, möchte sie gleich mitsummen. Aber da fällt ihr siedend heiß ein Hashtag ein: #52in23. Der Gedanke daran lässt sie verstummen. Noch am Anfang des Jahres hatte sie die besten Vorsätze: Jede Woche etwas bloggen, ein ganzes Jahr lang, also 52 Beiträge im Jahr 2023 – das kann doch wirklich nicht schwer sein. Wer gelegentlich im Bootsoma-Blog vorbeigeschaut hat, weiß, was aus den guten Vorsätzen geworden ist. Sagen wir so: weniger als geplant. #zeitzuschreiben Zum Glück hat die Bootsoma einen neuen Hashtag entdeckt. #zeitzuschreiben2023 gehört zu einer Blogparade, ins Leben gerufen von Meike Blatzheim: Blogparade 2023. Endlich Zeit zu schreiben! Zu diesem Thema trägt die Bootsoma gerne etwas bei. Schreiben als Beruf Ginge es der Bootsoma um ihre Arbeit als Lektorin, Buchcoach und Sachbuchautorin, könnte sie professionell und völlig gelassen antworten: Das ist eine Frage des Managements und der Organisation. Mit einem eindeutigen Auftrag, einem durchdachten Konzept und einem klaren Ziel vor Augen (der Text wird am Tag x fertig!) ist das Schreiben kein Problem. Oder wenigstens fast kein Problem. Disziplin kann nicht schaden, eine drohende Deadline verleiht mitunter Schreibflügel. Was ebenfalls hilft: der Abschied vom Perfektionismus. Bitte nicht falsch verstehen: Als Textprofi ist der Bootsoma das bestmögliche Ergebnis sehr wichtig. Aber sie hat in vielen Schreibjahren gelernt, dass übertriebener Perfektionismus jeden Schreibschwung ausbremst. Besser fährt sie mit dem Ansatz: Es macht überhaupt nichts, wenn ich zunächst einmal den allerschlechtesten Text der Welt schreibe. Denn jeder Text durchläuft viele Bearbeitungsstufen (als Lektorin kennt sie sich aus), bis er am Ende so gut wird, wie es in der jeweiligen Situation möglich ist. Schreiben als Berufung An Bord herrschen andere Schreibsitten. Die Bootsoma hat die Klagen ihrer Bordgeister im Ohr, ihr Drängen: Wo bleibt das nächste Buch? An Bord herrscht Freiheit. Keine Deadline, keine exakten Pläne. Stattdessen: ein Ziel am Horizont und das tiefe Bedürfnis zu schreiben. Viele Fäden sind mit an Bord (Schreibfäden hat die Bootsoma im Sinn, während Seemänner den Faden als alte Maßeinheit für Tiefenangaben kennen), und das ist gut so. Fäden lassen sich aneinanderreihen, sortieren, verknüpfen, auflösen, verwirren und entwirren – manchmal mit Freude, manchmal mit Wehmut. Mal fügen sich die Erzählfäden leicht zusammen, mal haben sich Knoten gebildet, die sich nur schlecht auflösen lassen. Oft zweifelt die Bootsoma, ob sie überhaupt Geschichten erzählen kann. Aber dann kommt die Berufung ins Spiel. Berufung, das ist laut DWDS in erster Linie das „ Angebot zur Übernahme eines hohen, verantwortungsvollen Amtes “, passt also zunächst einmal gar nicht zur Bootsoma. Berufung ist aber auch eine „vorgezeichnete Bestimmung, Lebensaufgabe“. Das fasziniert sie. Abenteuer Leben, Abenteuer Schreiben. Die beste Schreibzeit Aber wo bleibt die Zeit? Wird sie kommen oder muss sie sie nehmen? Die Bootsoma probiert es jeden Tag aufs Neue aus, Ergebnis ungewiss. Solange neue Horizonte locken, wird sie Routen finden.

Der Maschenfloh

Der Maschenfloh

#52in23 Woche x* der Schreibchallenge im Jahr 2023. Na gut, das Zählen haut nicht so ganz hin. Dabei ist die Bootsoma noch heute stolz auf ihr sehr gutes Mathe-Abi. Liegt wohl zu lange zurück. Mit dem löchrigen Schweizer Käse wollte sie heute schon wieder anfangen. Wir drei konnten ihr das gerade noch ausreden. Hier schreiben endgültig wir, sonst wird das überhaupt nix mehr mit ihr. Auf geht's! Die drei Bordgeister Bevor wir zum Maschenfloh kommen, muss noch eine Sache geklärt werden: Wer ist WIR? Noch nie konnte eine Frage so leicht beantwortet werden. Bitte sehr: Wir, das sind Wassernixe Ela, Schäfchen Wolke und Bordhund Snoopy. Floh-Streit Wolke hüpft ungeduldig auf und ab. „ Was ist denn jetzt mit dem Maschenfloh? Snoopy, das müsstest du doch wissen. Hunde haben doch immer Flöhe! “ Kein guter Anfang für ein klärendes Gespräch, wie du jetzt wüsstest, wenn du Snoopy sehen und hören konntest. Selbst Ela zuckt zusammen, und sie neckt die anderen auch gerne mal. Aber so kennt sie Snoopy sonst nicht: Er knurrt mit gesträubtem Fell. Und knurrt. Und knurrt immer weiter. Wolke hüpft schon längst nicht mehr. Er duckt sich hinter Ela und macht sich noch kleiner, als er sowieso schon ist. Aber das hilft auch nichts. „Snoopy“, sagt er, aber über Snoopys Knurren ist Wolkes zittrige Stimme nicht zu hören. Wolke macht sich wieder ganz klein hinter Ela, räuspert sich, steckt vorsichtig seinen Kopf heraus und sagt: „Snoopy.“ Das klingt schon besser, findet er, und das macht ihn mutig. „Snoopy!!!“ Das Wunder geschieht: Snoopy hört auf zu knurren. Er hat Wolkes Ausrufezeichen gehört. „Snoopy, ich hab's doch nicht so gemeint. Es tut mir so leid. Kannst du mir noch mal verzeihen? Ich ärgere dich heute ganz bestimmt nicht mehr.“ Ela drückt Wolkes Vorderbein. „Das war knapp“, flüstert sie ihm zu. Laut sagt sie: „Niemand hier an Bord hat Flöhe, ich glaube, die mögen kein Salzwasser.“ Welche Flöhe? „Flöhe?“ Ausgerechnet jetzt kommt der Bootsopa vorbei. Die drei gucken sich an, sie wissen, wie penibel der Bootsopa ist und wie wenig er Blutsauger mag. Und schon gar nicht mit ihm zusammen auf einem Boot. „Hier handelt es sich eindeutig um einen Maschenfloh.“ Snoopy hat kaum den Satz beendet, als der Bootsopa kurz vor dem Explodieren ist. Ela und Wolke kennen die Anzeichen. Aber jetzt wächst Snoopy über sich hinaus. Er sieht plötzlich aus wie ein strenger Lehrer, der seine Klasse mit strengem und wichtigem Blick mustert. „Ihr wisst doch, dass die Bootsoma immer so komische Wörter verwendet. Habt ihr schon wieder vergessen, was sie uns neulich über den Maschenfloh erzählt hat?“ „Floh ist Floh, und Flöhe brauche ich nicht,“ murmelt der Bootsopa vor sich hin und geht weiter, um sich bei der Bootsoma über blinde Krabbel-Passagiere zu beschweren. Deshalb sieht er nicht mehr, wie sich Wolke und Ela an den Kopf fassen und Wolke ein bisschen verlegen sagt: „Ach, das meinst du, ich erinnere mich.“ „Ja“, sagt Ela, „jetzt fällt es mir auch wieder ein. Aber erklär doch noch mal, was die Bootsoma über Maschenflöhe erzählt hat.“ Ins Netz gegangen Snoopy ist wieder ganz der Alte: lieb und nett wie meistens. Und immer noch in der Lehrer-Rolle. „Das Wichtigste ist, dass ein Maschenfloh kein Tier ist und kein Geist.“ „Ich weiß, ich weiß.“ Wolke hüpft sein Freude-Hüpfen. Das sieht sehr komisch aus, weil dauernd alle vier Beinen gleichzeitig in der Luft schweben. „Hat die Bootsoma das Wort vielleicht selbst erfunden?“, überlegt Ela. „Das weiß ich nicht“, sagt Snoopy. „Ist aber gar nicht wichtig. Merken müsst ihr euch nur eins: Ein Maschenfloh ist ein Mensch. Schreibt euch das hinter die Ohren!“ Wolke würde am liebsten eins von Snoopys Ohren hochheben und nachsehen, ob da etwas geschrieben ist, aber Ela sieht ihn warnend an. „Ein Maschenfloh ist ein Mensch“, trällert sie vor sich hin. Lehrer Snoopy sagt: „Ein Maschenfloh ist klein und manchmal auch ein bisschen frech.“ „So wie wir?“ Wolke hüpft schon längst nicht mehr. Da müssen Snoopy und Ela ein bisschen lachen, und Ela sagt: „Wir sind doch nicht frech, wir sind liebenswert.“ „Genau wie Maschenflöhe“, gibt Snoopy zu. „Also noch mal für alle: “Maschenflöhe sind Leute, die sich immer wieder aus der Schlinge ziehen. So ähnlich wie Fische, die sich aus dem Netz retten.“ Dass gerettete Fische eine gute Sache sind, darüber sind sich die drei Bordgeister sehr einig. Und das kommt selten vor. * entspricht KW 36

A, B, C, die Bootsoma fährt zur See

A, B, C, die Bootsoma fährt zur See

#52in23 Woche 24 der Schreibchallenge im Jahr 2023. Zwei Dinge dürften inzwischen sonnenklar geworden sein. Zum einen: Die Bootsoma-Challenge wird immer löchriger. Ein Schweizer Käse ist nichts degegen, die Zahl der Löcher reicht locker für ein Einkaufsnetz. Aaaaber das Jahr 2023 ist nicht vorbei. Lassen wir uns überraschen, wie das Flickwerk an Silvester aussehen wird! Zum andern: Die Bootsoma ist ziemlich kindisch. Oder kindlich? Kürzlich hatte sie das Vergnügen, einem ihrer Lesekinder den Unterschied erklären zu dürfen. Ob sie's selbt verstanden hat? Kindlich: in der Art eines Kindes. Kindisch: unreif, albern. Letzteres beschreibt die Bootsoma sehr genau. Sagen die Bordgeister und haben für die Bootsoma gereimt – frei nach dem Motto: Cat Content geht immer. Ihr kennt das Kinderlied: »1. A, B, C, die Katze lief im Schnee. Und als sie wieder herauskam, da hatte sie weiße Stiefel an. Ojemine! Ojemine! Die Katze lief im Schnee.
2. A, B, C, die Katze lief zur Höh! Sie leckte ihr kaltes Pfötchen rein Und putzte sich auch die Stiefelein. Und ging nicht mehr und ging nicht mehr, Ging nicht mehr in den Schnee.« Und das machten die Bordgeister daraus: 24. A, B, C auf See A, B, C Die Bootsoma fuhr zur See. Und als sie wieder nach Hause kam, da hatte sie 3 Bordgeister im Arm. Ojemine, ojemine! Die Bootsoma fuhr zur See. D, E, F Die Bootsoma braucht mal ein Reff. Aber Ruhe gibt’s nur nach dem Sturm und ganz sicher auf dem Leuchtturm. Ojemineff, ojemineff! Die Bootsoma braucht mal ein Reff. G, H, I Oh ja, die Bootsoma liebt sie, die drei Bordgeister, die sie rief, aus einer Sehnsucht so tief. Ojeminni, ojemini! Oh ja, die Bootsoma liebt sie. J, K, L Die Bootsoma schaukelt im Schwell und mit ihr das ganze Schiff. Von Weitem winkt ein Riff. Ojeminell, ojeminell! Die Bootsoma schaukelt im Schwell. M, N, O Die Bootsoma ist froh. Der Meer-Genuss bleibt sogar, wenn der Anker mal treibt. Ojemino, ojemino! Die Bootsoma ist froh. P, Q, R Die Bootsoma reimt besser. Sagt sie und wird ausgelacht von all den Lieben auf ihrer Jacht. Ojeminer, ojeminer! Die Bootsoma reimt besser. S, T, U Die Bootsoma lernt immer dazu. Missgeschicke passieren auf einem Boot, aber am Ende kommt alles ins Lot. Ojeminu, ojeminu! Die Bootsoma lernt immer dazu. V, W, X Die Bootsoma liebt den Mix. Leben an Land, Leben auf dem Meer und Bordgeister, was braucht sie mehr. Ojeminix, ojeminix! Die Bootsoma liebt den Mix. Y, Z Mit der Bootsoma ist es nett. Das zählt auf schwankenden Planken, um die sich viele Geschichten ranken. Ojeminett, ojeminett! Mit der Bootsoma ist es nett.

Oma strickt. Piratengeschichten

Oma strickt. Piratengeschichten

„Endlich macht sie das, was eine Oma machen soll: Sie strickt", sagt Bordhund Snoopy zufrieden. „Was strickt sie denn?", fragt Schäfchen Wolke und guckt mit großen Augen herum. „Bestimmt was für mich", behauptet Wassernixe Ela. „Wozu brauchst du denn Socken?" Snoopy grinst Ela frech an. Aber die ist mit den Gedanken ganz woanders. „Was macht eine Oma eigentlich?", fragt sie und legt nachdenklich den Finger an den Mund. „Ist doch klar: Sie backt leckeren Kuchen." Wolke leckt sich die Lippen. „Ähm, wann hat unsere Oma das letzte Mal einen Kuchen gebacken?", will Snoopy wissen. „Unsere Oma ist eine Bootsoma", erinnert ihn Ela. „Oma ist Oma. Wo bleibt mein Kuchen?" Wolke möchte wirklich gerne Kuchen essen. „Sie hat den Backofen rausgeschmissen, weil der ihre Backversuche immer mit schwarzen Krusten verziert hat." Ela grinst. „Okay, fassen wir zusammen", sagt Snoopy. „Unsere Oma macht sich nicht viel aus Backen. Aus Kochen auch nicht." „Was macht sie denn sonst gerne?", will Wolke wissen. „Sie liest uns vor!", rufen Ela und Snoopy im Chor. „Stimmt. Und sie erzählt Geschichten und manchmal schreibt sie auch welche. Von Piraten und Schmugglern und Schildkröten. Und von uns Bordgeistern", ergänzt Wolke. „Erzählen kann sie auch beim Stricken, das gefällt mir." „Das, was sie strickt, ist trotzdem für mich", behauptet Ela plötzlich. „Nein, für mich!", ruft Wolke. „Für mich, ist doch klar!", ruft Snoopy noch lauter. Das ruft die Bootsoma aus ihrer Strickecke. Sie strahlt alle drei an und fragt: „Warum streitet ihr euch denn schon wieder? Ihr wisst doch, ich habe euch alle drei sehr, sehr lieb. Und deshalb stricke ich euch allen etwas." Damit ihr auch wisst, wofür Omas wirklich da sind: Sie bringen ihren Lieben gaanz viel rosarote-kuschelbunte Wunderwölkchen, die die Seele wärmen.

Der Strohhut

Der Strohhut

#52in23 Woche 15 der Schreibchallenge im Jahr 2023. Aufmerksamen Leserinnen, die bis 52 zählen können, ist nicht entgangen, dass meine Schreibchallenge einem löchrigen Käse ähnelt. Sei's drum, die Löcher werden gestopft. Dann, wenn die Zeit gekommen ist. So wie jetzt die Zeit gekommen ist, die Geschichte vom Mädchen mit dem Strohhut zu erzählen. 15. Das Mädchen mit dem Strohhut Das Mädchen stand am Rand der staubigen Straße. Sehnsüchtig folgte ihr Blick unserem Auto. Was würde ich darum geben, hätten wir damals angehalten, um mit ihr zu sprechen. Ein Mädchen mit Strohhut, wie langweilig, magst du denken, weil du aus einer Welt kommst, in der Strohhüte Teil des Alltags, Teil der Tradition, Teil der Erinnerung in der Kunst sind. Das Mädchen stand an der Straße in einer Region, in der Frauen und Mädchen Tücher auf dem Kopf tragen. Tücher als Schutz vor dem Staub, vor der Sonne, vor den Blicken der Fremden. Mut zum Hut. Woher nahm das Mädchen ihn, den Hut, den Mut, und was ist daraus geworden? Ihre Träume, die ich nicht kenne, verfolgen mich nach Jahrzehnten. Was ist aus ihr geworden? Hätten wir damals angehalten, wäre nichts anders gewesen. Ich gebe mich keinen Illusionen hin. Ich wünsche dir, Mädchen mit den Träumen, dass die Träume dich leiten durften zu einem Leben, das Grenzen zu überschreiten vermochte. Grenzen gibt es so viele, in unseren Köpfen, unseren Herzen, unseren Familien. Wenn du dir all die Jahre deine Neugier auf das, was dahinter liegt, bewahren konntest, bleibt die Hoffnung lebendig. Meine Hoffnung, dass wir ein selbstbestimmtes Leben führen dürfen. Ich finde dich wieder, Mädchen mit dem Strohhut an der staubigen Straße. Dann reiche ich dir die Hand und begleite dich ein Stück deines Weges.

Wie Tom die Katze rettet

Wie Tom die Katze rettet

#52in23 Woche 13 der Schreibchallenge im Jahr 2023. In der Theorie kommt mein neues Abenteuerbuch über Tom, Aygül und die Schildkröten gut voran. Die Praxis ist und bleibt holprig. Die Grundelemente schwirren in meinem Kopf herum, alle Teile müssen „nur noch“ zusammengefügt werden. Genau dafür gibt es unendlich viele Schreibrezepte. Rezepte sind nicht meine Stärke aber das Katzenretten hat was (worum es dabei geht, erfahrt ihr bei Christine Kämmer ). Toms Katzen sind Schildkröten, passt prima, alle mögen sie. Tom, wer ist das überhaupt? Hier erfahrt ihr über ihn, was nicht in die Bücher passt. 13. Sein Name ist Tom Tom ist ein12-jähriger Junge mit türkischem Vater und deutscher Mutter. Er lebt mit seinen Eltern in Deutschland, gemeinsam wollen sie die Sommerferien in der Türkei auf dem Segelboot eines mit den Eltern befreundeten Ehepaares verbringen. Dazu hat Tom überhaupt keine Lust – wenigstens war das so im ersten Band vor dem Abenteuer mit den Schmugglern. Jetzt ist die Ausgangslage ganz anders: Tom ist inzwischen 13 und mit der gleichaltrigen Aygül befreundet, deren Eltern ein großes Gulet-Schiff besitzen, das fast so cool wie ein Piratenschiff ist. Tom kann es kaum erwarten, seine nächsten Ferien an Bord zu verbringen. Warum Tom keinen türkischen Namen hat, habt ihr schon im ersten Band erfahren. Zur Erinnerung: Tom leitet sich ab von Tonton – ein Kosename, der Tom sehr peinlich ist . Toms richtiger Name ist Kerim. Tom spielt gerne Gameboy, aber Internet ist noch Zukunftsmusik für ihn, wir sind in den 1990er-Jahren. Tom mag die Songs von Rafet El Roman, besonders „Macera dolu Amerika“ (das bedeutet in etwa: Amerika ist voller Abenteuer). Tom wäre gerne woanders, er wäre gerne jemand anders. Aber einen entscheidenden Schritt ist er zu Beginn des zweiten Buchs schon weiter gekommen: Abenteuer gibt es auch für ihn, den deutsch-türkischen Tonton-Tom-Kerim. Abenteuer tun gut. Mit Toms Türkisch ist das so eine Sache. Sagen wir so: Seit er das Schildkrötenabenteuer zusammen mit Aygül und ihrem 25-jährigen Onkel Tayfun gemeistert hat, findet er Türkisch nicht mehr lästig, sondern ziemlich nützlich. Zur Freude seines Vaters versteht er jetzt dessen Muttersprache sehr gut und scheut sich nicht mehr, selbst Türkisch zu sprechen, auch wenn sein Türkisch nicht perfekt ist. Seit dem letzten Jahr ist er ein ganzes Stück gewachsen und er hat neuerdings immer Hunger. Am liebsten mag er alle Arten von Börek, gefüllte Teigtaschen. Natürlich hat er sein Herz für Schildkröten entdeckt. Erinnert ihr euch, was auf dem Zettel stand, den Aygül ihm am Ende des ersten Buchs zugesteckt hat? Er hat inzwischen ein paar Briefe von Aygül erhalten und ihr auch welche geschrieben. Aber falls ihr noch nie einen Brieffreund oder eine brieffreundin hattet, wisst ihr es vielleicht nicht: Eine Unterhaltung per Brief ist ... mühsam. Chats gab es natürlich noch nicht. Ein-, zweimal haben Tom und Aygül auch telefoniert, aber das war komisch. Ihr Gespräch bestand hauptsächlich aus: „Hallo? Hallo! Ich kann dich nicht hören. Hörst du mich?“ Auf diese Weise lassen sich keine Pläne zur Rettung von Schildkröten machen! Tom ist also gespannt. Er hat sich viele Gedanken gemacht über die verletzten Schildkröten, aber er weiß nicht genau, was Aygül vorhat und was sie gemeinsam erreichen können. Ehrlich gesagt bin ich selbst gespannt. Sicherheitshalber wird Tom wieder sein Notizbuch und einen Stift dabei haben. Das hat schon einmal sehr geholfen!

Jetzt wird's poetisch

Jetzt wird's poetisch

#52in23 Woche 12 der Schreibchallenge im Jahr 2023. Am Montag war Welttag der Poesie und ich durfte bei einem Poesieworkshop von Monika Stolina online dabei sein. Kein Wunder also, dass es auch hier jetzt poetisch zugeht. Mein Poesiealbum. 12. Die Elfchen sind los Weiß darf gehen Zeit für Farbe Was ist mit Rosa Neustart Blau immer dabei so weit wird das Herz der Horizont Hinaus Rot Gefahr Abenteuer ist es Liebe Irrgarten Leben in Aktion mutig Grün die Wiesen frisch im Frühling hoffen auf die Blüte Wandel Gelb trügerischer Schein warme Sonne Vorsicht gebranntes Kind scheut Feuer Trotzdem Grau keine Zeit und doch edel Sehnsucht nach mehr Ruhe Eleganz

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